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Rothenberg - 2 -
Die Stutenbasis
Mit Dalia Halim kam 1993 seine Vollschwester Dalima Shah, ,,ein süßes,pummliges Fohlen mit viel Ausstrahlung".Sie entwickelte sich zu einer ausgesprochen feminimen Schönheit.In der Mutterlinie geht sie auf die berühmte Hadban Enzahi-Linie der Venus zurück.

Dalima Shah errang nicht nur Championatsehren,sondern auch züchterische Lorbeeren.Bisheriger Höhepunkt der Karriere war der European Egyptian Event in Kaub 1999.Dalima Shah und ihre Tochter Shadwanah (v.Classic Shadwan) siegten beide in ihrer Klasse, wurden beide Liberty Champions und Junioren- bzw. Senioren Championesse.Dalima Shah schlig schließlich die Konkurrenz aus dem eigenen Stall und verließ die Kauber Platte als ,,Ägypterin des Jahres".

Doch Shadwanah muss sich nicht hinter ihrer Mutter verstecken.Auf dem nationalen Championat in Neustadt/Dosse wurde sie Anfang des Sommers immerhin Junioren Reservechampionesse.

Dalima Shah
Dritte im Bunde bei diesem ersten Import war eine weitere Halim Shah Tochter, Halim`s Asmara. Ihre Mutter ist Lancer`s Asmara (v.Seef),die über Hebah - Nazeerah - Malaka auf die Kuhaylan Rodaniyah-Stute Bint Riyala zurückgeht.

Erwin Escher erinnert sich: ,,Wir konnten es kaum glauben,eine Jährlingsstute mit unvorstellbar eleganter Halsung und perfekter Oberlinie." Mit ihren Vorzügen überzeugte sie die Schaurichter.Sie war 1994 Junioren Reschampionesse der Ägypter, ein Jahr später siegte sie auf den internationalen Schauen in Wels und Cervia gegen starke Konkurrenz dei den dreijöhrigen Stuten.

Ein ,,Ansata Pferd" sollte nur ein Jahr später doch noch hinzukommen. Die bezaubernd schöne Ansata Aya Maria (Ansata Shah Zaman * Ansata Aya Halima) ist seit 1994 eine Zierde in der Herde.

Ihr erstes Fohlen bekam sie von Dalia Halim.Der Junghengst Ali Zaman ist ein wahres Kraftpaket mit guten Bewegungen.Davon konnten sich 1997 die besucher der Kauber Platte überzeugen,hier wurde Ali Zaman ,,Liberty"-Champion.

Seine Vollschwester Aya Rosetta war der ganze Stolz des Gestüts Rothenberg. Im letzten Sommer wurde sie erstmals gedeckt und wurde sofort tragend von Madallan-Madheen.Ein tragischer Weideunfall setzte den großen Hoffnungen ein jähes Ende.

Ansata Aya Maria
Annette Escher erläutert: ,,Die Rappen sind unser Steckenpferd." Für Madallan-Madheen wurden also entsprechende Rappstuten gesucht. ,,Maria Halima fanden wir als Jährling in den USA.Sie hatte damals bereits Championate gewonnen und überzeugte uns durch ihren Typ und ihre Ausstrahlung.Das erste Fohlen von Madallan-Madheen bestätigt unsere Entscheidung. GR Marietta ist extrem im Typ,groß,mit guten Linien und besten Bewegungen.Außerdem har sie das besonders menschenbezogene Wesen,das Madallan-Madheen allen seinen Fohlen mitgibt.

Maria Halima vervügt über ein interessantes Pedigree.Ihr Vater ist Haziz Halim (v.Ansata Ibn Halima * Serenity Shahrabi).Die Mutter ist Chelsea HF (v.The Minstril).Ihre Großmutter Muneera (Talal*Musannah v.Masir) wurde 1983 im Gestüt Maiworm geboren und als Absetzer in die USA verkauft.In der Mutterlinie geht sie auf die Saklawi-Stute Mabrouka zurück,die 1945 als Geschenk in das königliche Gestüt Inshass kam.

GR Marietta
Bei all den goldenen Schleifen und glänzenden Pokalen sollte eines nicht vergessen werden. Auch die edlen ägyptischen Vollblutaraber sind schließlich Pferde mit ganz normalen Bedürfnissen.Auch sie brauchen natürliche, gesunde Aufzucht und Haltung.Beides ist auf der Anlage im Gestüt Rothenberg gewährleistet.Alle Pferde sind ganzjährig tagsüber auf den Weiden oder in den Ausläufen zu finden,auch im Winter.Nur wenn das Wetter allzu schlecht ist,kommen die Pferde für die tägliche Bewegung in die Halle.Das gilt ebenso für die Deckhengste. Jeder verfügt über seinen eigenen Paddock.

Vollblutaraber faszinieren nicht nur durch ihren Typ und ihre Ausstrahlung, sondern auch durch ihren erstklassigen Charakter.Dass sie anspruchsvolle,aber angenehme und intelligente Reitpferde sind, können Annette und Erwin Escher immer wieder erleben,denn alle Hengste sind geritten,ein Teil der Zuchstuten ebenfalls.

Noch immer ist Erwin Escher unterwegs,um Pferde auf Fotos zu bannen.Manchmal ist man auch gemeinsam unterwegs,zum Beispiel zu einer Araberschau. ,,Es ist schon ein besonderer Moment",sagt Annette Escher, ,,wenn man mit einem selbstgezogenen Pferd ein Championat gewinnt.Das ist jedoch nicht der ,Zweck` unserer Pferde." Den genießen die beiden, wenn einmal Zeit für einen gemeinsamen Ausritt bleibt.

Susanne Bösche

Copyright ,,Arabische Notizen"

Ursprünglich erschienen in Ausgabe 4/1999 - Arabische Notizen

Alle Fotos: Erwin Escher

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