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| Bericht mit freundlicher Genehmigung von Frau: Susanne Bösche - ARABISCHE NOTIZEN |
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| Die meisten Pferdezüchter kann man wohl als sehr mutige Menschen bezeichnen, denn Pferdezucht ist eine Passion und mit vielen Höhen und Tiefen verbunden. Jerry Alexander und Bruce Clark, Besitzer von Brumar-ba Arabians (USA), waren mit Sicherheit mutig, als sie ein Hengstfohlen "El Perfecto"- "Der Perfekte" nannten. Ein braunes Fohlen von Vallehermoso aus der Example, geboren auf ihrem Gestüt in Kalifornien, im Frühjahr 1988. Aus dem braunen Hengstfohlen wurde ein stolzer Hengst, heute wichtigster Beschäler auf Marieta Salas bekanntem Gestüt Ses Planes, Mallorca. |
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| El Perfecto Fotos:: Ses Planes | |||||||||||||||||
| Die Ahnen - die Vaterseite "Ich erinnere mich sehr gut an Vallehermoso als jungen Hengst", sagt Marieta Salas, "denn wenigstens zwei-mal im Jahr besuchte ich Don Luis Ybarras wunderschönes Haus und sein Gestüt La Cascajera, in der Nähe von Sevilla. Die meisten Deckhengste und Hengstfohlen paradierten vor meinem Vater und mir, während wir neben Don Luis in seinem herrlichen Garten saßen und unter einem riesigen Akazienbaum gekühlten Sherry nippten." Er liebte es, seine Pferde zu zeigen und kommentierte jedes einzelne und diskutierte über die Ab-stammungen, ab und zu fragte er nach unserer Meinung. Zu seinem bevorzugten Nachwuchshengsten zählten der Fuchs Vencedor (Procyon x Bocina II) und der braune Vallehermoso (Procyon x Betelgeuse). Marieta Salas: "Persönlich mochte ich Vallehermoso lieber, der für in meinen Augen mehr Charme besaß. Don Luis wollte beide Hengste behalten, um sie später in seiner Zucht einzusetzen. Daher war ich sehr über-rascht, als ich bei meinem nächsten Besuch feststellen musste, dass Vallehermoso an das amerikanische Ge-stüt Brumarba verkauft worden war." Vallehermosos Vater Procyon (Saludo x Casiopea) wurde 1972 geboren. Der Schimmelhengst war ein sehr gutes Pferd und sicherlich ein exzellenter Vererber, der einige einflussreiche Pferde zeugte. Darunter den Hengst Urif (aus der wunderschönen Jafifa) und die Stute Vistahermosa (x Pantelaria), deren Name auf Spa-nisch "Schöner Ausblick" bedeutet. Urif war ein ganz klassischer Hengst und wurde u.a. Spanischer National Champion. Don Luis Ybarra setzte ihn in seiner Zucht intensive ein und viele seiner Enkel leben heute auf La Cascajera. Procyon wurde als 5-jähriger nach England exportiert. In seiner neuen Heimat war er ziemlich erfolgreich, so gewann er beispielsweise einige "Get of Sire"-Klassen und brachte für die Familie Murray die Welt-Junioren-Championesse Fianza. Eine weitere Tochter, Arella Bint Procyon (x Paen of Praise) gezogen und im Besitz von Mrs. C. E. Jenkins wurde 1981 "British Junior Female Champion". Saludo (Maquillo x Jacobita ), Procyons Vater, wurde 1954 geboren und stammt aus der Zucht des Yeguada Militar. Viele Stammstuten des Ybarra Gestütes haben diesen Fuchshengst zum Vater, darunter Kirat II, Moluca, Napulia, Oropendola, Oleaga und Palmira, um nur einige zu nennen. Auch Procyons Mutter Casiopea (Malvito x Transjordania) brachte zwei wichtige Stuten für das Gestüt von Don Luis Ybarra, beide von Saludo: Nubia III und Oleaga. In der Mutterlinie geht sie zurück auf Sultanae, eine Fuchsstute der Saklawi Mukhalladieh Linie, geboren in Frankreich und 1923 nach Spanien importiert. Interessanterweise geht Vallehermoso sowohl auf der Vater- als auch auf der Mutterseite auf die Stute Sulta-nae zurück. Außerdem sind Malvito und Maquillo beides Söhne des berühmten Ghandy. Vallehermosos Mutter Betelgeuse würde man noch heute als extrem elegant und typvoll bezeichnen, eine Stute im klaren Saklawityp. Die Schimmelstute wurde 1958 geboren, von Tabal aus der Salonica II. Betelgeu-se stammt aus der Zucht des Ybarra Gestütes und war eine der Lieblingsstuten von Don Luis. Ihre Töchter Lira und Olivetxe wurden in den siebziger Jahren nach Deutschland exportiert. In Spanien blie-ben Pantelaria v. Saludo und Rasalhague v. Kiew. Auch Betelgeuses Vater Tabal (Congo x Hilandera) wurde von Don Luis gezüchtet. Tabal deckte sehr viel, zu seinem wichtigsten Söhnen gehörten Jacio und Kadi, beide aus der hervorragenden Teorica. Ohne Frage war Tabals berühmteste Tochter Estopa, die nach Deutschland exportiert wurde und dort u.a. den weltberühmten El Shaklan brachte. 1959 kaufte das Yeguada Militar den Schimmelhengst, der schnell zu einem der beliebtesten Beschäler seiner Zeit wurde. Ähnliches hatte das Yeguada Militar bereits mit dem Vater Congo (Illustre x Triana) erlebt. Er war in Jerez de la Frontera aufgestellt und galt als einer von mehreren guten Vererbern. In der Mitte der fünf-ziger Jahre des letzten Jahrhunderts besuchte ein amerikanischer Vollblutaraberzüchter das Militärgestüt und war von der Qualität der Zucht beeindruckt. Am meisten beeindruckte ihn jedoch Congo und der Amerikaner bot sofort einen für damalige Verhältnisse enorm hohen Preis. Zuerst schien man nicht abgeneigt zu sein, den Hengst zu verkaufen oder sogar gegen einen Vollblutaraber aus den USA zu tauschen. Doch Behördenwege sind manchmal lang und schließlich war der Amerikaner abgereist, bevor es zu einer Entscheidung kam. Sein Angebot sorgte allerdings dafür, dass die spanischen Züchter Congo mehr Aufmerksamkeit schenkten. Bis zu seinem Tod blieb Congo ein gefragter Beschäler. |
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Foto: Ses Planes |
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| Die Ahnen - die Mutterseide Example (Barich de Washoe x Makkora) war El Perfectos Mutter. Sie wurde 1982 auf der Brumarba Farm geboren und steht seit 1998 auf der Silver Maple Farm, Florida, USA. Example brachte eine Vollschwester zu El Perfecto, die nach Kanada verkauft wurde. Ein weiteres Stutfohlen, Egyptian Senorita (von dem Ägypter Simeon Shai) war laut Jerry Alexander ?wunderschön?. Diese Fuchsstu-te wurde nach Kalifornien verkauft. Neben diesen zwei Stuten, leben noch drei Söhne von unterschiedlichen Hengsten. "Leider habe ich Example nie gesehen", sagt Marieta Salas, "doch jeder, den ich nach ihr frage, sagt mir, sie sei eine solide Zuchtstute, sehr korrekt und elegant. Und mit Sicherheit hat sie ein hervorragendes Pedigree." Examples Vater, Barich de Washoe (Zurich x Aldebaran II), war ein 1965 geborenen Fuchshengst, zu seiner Zeit ein sehr populärer Beschäler. Viele seiner Fohlen waren im Schauring erfolgreich. Sowohl sein Vater als auch seine Mutter stammten von Malvito (Gandhy x Egina), einem bekannten Hengst aus der Zucht des spa-nischen Militärs, der viel zu früh verstarb. Malvito war ein Halbbruder zu Maquillo. Barich de Washoe wurde in utero in die USA importiert. Sein Vater Zurich (Malvito x Extranjera) kam aus der Zucht von Don Luis. Obwohl er nur zwölf Jahre alt wurde, brachte er doch einen Hengst wie Corinto, der von Don Luis Ybarra sehr geschätzt wurde. Zurich war außerdem Vater einiger einflussreicher Stuten, wie Huca, Hundina, Lopaz und Yamina, die später ebenfalls in die USA exportiert wurde. Aldebaran II (Malvito x Halconera) Barich de Washoes Mutter, war eine große, etwas schwere Stute, die 1965 in die USA exportiert wurde. Sie geht auf die bereits erwähnte Stute Sultanae zurück. Makkora, eine wunderschöne Schimmelstute, wurde 1977 von Brumarba gezüchtet. Sie ist Examples Mutter und lebt noch immer bei ihren Züchtern, für die sie einige gute Nachkommen brachte. Als Tochter von Makor und Corona verfügt sie über ein außergewöhnliches Pedigree, das zurückgeht auf Sambry. Sambry war eine 1904 in Arabien geborene Schimmelstute, die 1908 vom Yeguada Militar importiert wurde. Ihre Familie wird angegeben als Hamdan Simrieh. Don Luis Ybarra kaufte Sambry drei Jahre vor ihrem Tod im Jahre 1923. Makkoras Vater Makor (Galero x Chavali) war ein Schimmelhengst, gezüchtet von Maria Paz Murga de He-redia im Jahr 1970. Er war ein ganz klassischer und typvoller Hengst mit großer Ausstrahlung. Der Nieder-länder Dr. Houttappel kaufte Makor als Absetzer und nahm ihn mit auf sein neues Gestüt in England. Später wurde er in die USA verkauft. Maria Paz Murga war eine außergewöhnliche Züchterin, die als erste Galero, der zu einer Legende wurde, auf ihren Stuten einsetzte. Bei einer Besichtigung des Yeguada Militar wurden Maria Paz Murga die jungen Hengste vorgeführt, erst an der Hand, später im Freilauf. Plötzlich betrat ein Apfelschimmel mit dunklem Langhaar die Bahn und fiel in einen stolzen, starken Trab. Privatzüchter haben in Spanien grundsätzlich die Möglichkeit, vom Militärgestüt Hengste zu pachten. Ange-sichts dieses herrlichen Junghengstes war Maria Paz Murga sofort klar, dass sie ihn für das kommende Jahr anpachten musste. Sie wandte sich umgehend an das zuständige Büro und realisierte erst vor dem dienstha-benden Beamten, dass sie weder wusste, wie der Hengst hieß, noch wie er gezogen war! "Eigentlich war es mir egal, welche Eltern der Hengst hatte", sagt Maria Paz Murga, "denn die Qualität im Yeguada Militar ist grundsätzlich gut, aber ich fühlte mich in diesem Augenblick wie ein Tölpel!" Eine von Galeros Töchter, Ispahan (a.d. Chavali), brachte die wichtigen Beschäler Malik und Malikitoa, die beide in die USA exportiert wurden. Ein weitere Tochter, Garbi, wurde die Mutter von Abha Hamir, Spani-sche National Championesse, Canadian und U.S. National Champion und U.S. National Champion Pleasure Driving. Chavali geht auf die selbe Mutterlinie zurück wie Estopa, auf die Stute Verana des Herzogs von Veragua. Corona (Maquillo x Habladuria ), Makkoras Mutter, war eine 1961 geborene Fuchsstute aus der Zucht des Yeguada Militar. Sie wurde später nach England verkauft und war eine Vollschwester zu Baldosa, die ihrer-seits den Hengst Garbo brachte, bekannt als Vater vieler guter Zuchtstuten. |
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